Kultur zukunftsfähig organisieren
Variantenvergleich für die Kulturstruktur

Ausgangssituation & Herausforderung
Frankfurt (Oder) verfügt über eine vielfältige Kulturstruktur mit unterschiedlichen Organisations- und Rechtsformen. Bereits 2015 hatte die Stadtverordnetenversammlung eine Untersuchung möglicher Umstrukturierungen angestoßen. Ziel war es, die städtischen Kultureinrichtungen organisatorisch stärker zusammenzuführen, das bestehende Kulturangebot zu erhalten und zugleich wirtschaftliche sowie organisatorische Optimierungsmöglichkeiten zu identifizieren.
Ein erster interner Entwurf für ein Kulturstrukturkonzept lag bereits vor. Dieser enthielt jedoch noch offene Fragestellungen und musste aufgrund veränderter kulturpolitischer, organisatorischer und rechtlicher Rahmenbedingungen überprüft und weiterentwickelt werden.
Vorgehen & Methodik
Das Projekt verband Analyse, Beteiligung und einen systematischen Organisations- und Rechtsformvergleich:
- Analyse des internen Arbeitsstandes und Plausibilitätsprüfung der vorliegenden Modelle
- Leitfadengestützte Interviews mit relevanten Kulturakteur:innen
- Workshops und Abstimmungen zur Aufgabenstruktur und zu möglichen Organisationsformen
- Entwicklung eines Kriterienkatalogs mit strategischen, organisatorischen, finanziellen und rechtlichen Perspektiven
- Vergleich von sieben Organisationsvarianten einschließlich Eigenbetrieb, Jenaer Modell, gGmbH, Holding, Status quo und Kulturamt
- Gesellschafts-, steuer- und beihilferechtliche Bewertung sowie Ableitung einer Vorzugsvariante
Ergebnisse & Projekterfolg
Die Untersuchung mündete in einer konkreten Empfehlung für die zukünftige Kulturstruktur der Stadt Frankfurt (Oder):
- Plausibilisierung und Fortschreibung des vorhandenen Kulturstrukturkonzeptes
- Optimierte Aufgaben- und Zuständigkeitsstruktur für zentrale Verwaltungs- und Querschnittsaufgaben
- Systematischer Vergleich von sieben Strukturvarianten anhand eines einheitlichen Kriterienkatalogs
- Identifikation zweier besonders geeigneter Modelle und Ableitung einer Vorzugsvariante
- Empfehlung eines gemeinsamen Kultur-Eigenbetriebes einschließlich des Brandenburgischen Staatsorchesters bei Erhalt der fachlichen Eigenständigkeit
- Umsetzungsempfehlungen sowie Vorstellung der Ergebnisse in den zuständigen politischen Gremien
